Das Prinzip

Worum geht es hier?

Wie funktioniert das Leben? Kann ich das Leben verstehen? Gibt es Orientierungshilfen, an die ich mich halten kann? Viele Menschen glauben, dass das Leben ein Mysterium ist. Zum Teil haben sie recht. Sie vergessen aber oftmals den menschlichen Verstand. Denn unser Zusammenleben, sei es in der Politik, im Beruf oder privat verläuft nicht rein zufällig. Unser Verstand gibt uns die Möglichkeit, Strukturen im Chaos zu erkennen. Es gibt Gesetzmässigkeiten, die sich wiederholen. Das FiftyFifty-Prinzip beschreibt sozusagen einen gemeinsamen Nenner, dem man im Leben immer wieder begegnet.

Das FiftyFifty-Prinzip beschreibt in erster Linie die Situation. Was Sie persönlich daraus machen, müssen Sie selbst entscheiden. Das FiftyFifty-Prinzip kann Ihnen zeigen, wo Sie stehen. Vielleicht auch wohin sie gehen können, falls Sie das wollen.

Es folgt eine kurze Einleitung ins Thema. Zur weiteren Vertiefung lesen Sie bitte unter Kaleidoskop. Die Seiten PolitikKarriere und Beziehungen zeigen Ihnen, wie Sie das FiftyFifty-Prinzip in verschiedenen Lebensbereichen anwenden können. Die Themenbereiche bewegen sich von links nach rechts, von umfassend zu immer grundlegender.

Im Prinzip ist das FiftyFifty-Prinzip ganz einfach:
1. Suche die beiden Extreme.
2. Bestimme die Mitten zwischen den beiden Extremen.
3. Orientiere dich an dieser Mitte.

Extreme, was ist damit gemeint?
Die Extreme, die Sie finden müssen, sehen Sie jeden Tag.

Beispiele:
Extrovertiert – Introvertiert
Schnell – Langsam
Euphorisch – Traurig
Aggressiv – Depressiv
Egoistisch – Altruistisch

Das sind nur einige Beispiele für Extreme, welche viele Menschen oft geradezu magisch anziehen. Wann immer das geschieht, leidet der Mensch. Und es geschieht die ganze Zeit. Denn es ist einfach, sich an einem Extrem zu orientieren. Es ist einfach und falsch. Die Welt ist nicht schwarz-weiss. Wenn Sie beginnen, die Grautöne dazwischen zu erkennen, führen Sie ein ausgeglicheneres Leben.

Nehmen wir das letzte Beispiel: Egoistisch – Altruistisch. Wenn Sie zu egoistisch sind, denken Sie immer nur an sich selbst und werden für andere unerträglich. Wenn Sie zu altruistisch sind, denken sie zu wenig an sich selbst und opfern sich für andere. In beiden Fällen leiden Sie und sind unzufrieden. Beide Extreme werden Sie im Leben nicht weit bringen.

Die Lösung für dieses Problem ist eigentlich banal: Versuchen Sie sich vorzustellen, wo in etwa die Mitte zwischen diesen beiden Extremen liegt und orientieren sie sich an dieser Mitte und nicht länger an den beiden Extremen.

Vorsicht: Die absolute Mitte gibt es nicht. Das ist ein unerreichtes Ideal. Auch die beiden Extreme treten nie absolut in Erscheinung. Es ist aber in jeden Fall gesünder, zur Mitte hinzustreben als zu einem der beiden Extreme. Sie werden die Mitte nie ganz erreichen, aber Sie können sich überall und jederzeit im Leben in Richtung Mitte bewegen, falls sie in eines der zahlreichen Extreme gefallen sind und darunter leiden.

Bleiben Sie in Bewegung. Mal ist es erforderlich extrovertiert zu sein, mal sind introvertierte Eigenschaften gefragt. Sich immer wieder neu anzupassen ist zwar unbequem, Sie werden dadurch aber viel agiler und flexibler. Sie überleben. Sie gehen wacher durch Ihren Alltag. Seien Sie nicht zu faul, sich immer wieder selbst zu prüfen: Wo ist die Mitte? Wo stehe ich im Vergleich dazu? Leide ich, weil ich mich zu extrem verhalte? In welche Richtung muss ich gehen, um näher zur Mitte zu gelangen? Das kann ganz schön anstrengend sein, aber wenn Sie erst einmal in eines der Extreme fallen, wird es Sie noch viel mehr Anstrengung kosten, da wieder rauszukommen.

Egoistisch oder Altruistisch, was ist besser? Kommen Sie weg von diesem digitalen Entweder-Oder-Denken. Denken und verhalten Sie sich Sowohl als Auch. Natürlich können Sie nicht gleichzeitig  100% Egoistisch und 100% Altruistisch sein. Aber die Kraft beider Verhaltensmuster kann ihnen zur Verfügung stehen. Entscheiden Sie sich je nach Situation. Es ist von Vorteil, wenn sie fähig sind, von der Mitte abzuweichen, aber über einen längeren Zeitraum gesehen sollte sich Ihr Verhalten im Schnitt einem Verhältnis von 50-50 annähern. Sie werden schnell merken, dass starke Synergieeffekte entstehen, je näher Sie der Mitte kommen. Wenn Sie Zufriedenheit erreichen wollen,  ist beides notwendig: Eine langfristige Ausrichtung an der Mitte (umfassende Strategie) und die Fähigkeit, situationsbedingt davon abweichen zu können (grundlegende Taktik). Zufriedenheit hat zwar nichts mit Krieg zu tun, dennoch schadet es nicht, sich dazu ein paar Gedanken zu machen.  Zum Beispiel kann ihr Beruf es erfordern, dass Sie sich egoistisch verhalten müssen, dafür engagieren Sie sich in Ihrer Freizeit unentgeltlich in einem Verein. Wie bereits erwähnt gibt es die absolute Mitte nicht. Aber ein Verhältnis von 60 – 40 ist immer noch viel besser als 80 – 20. Je näher Sie der Mitte kommen, desto kräftiger werden Sie und desto weniger leiden Sie.

Achtung: Verkrampfen Sie sich nicht! Wenn Sie nur noch fifty-fifty leben wollen und sich weigern, einmal davon abzuweichen, sind Sie gleich wieder gefangen. Die absolute Mitte ist auch ein Extrem. Gehen Sie das Leben locker an. Nehmen Sie’s mit einer Portion Selbstironie und Gelassenheit. Ziel ist nicht, in der Mitte zu verharren, sondern sich dynamisch zu verhalten. Mal links, mal rechts, und dann wieder zur Mitte hin. So können Sie sich von Ihrem geistigen Käfig befreien und führen ein selbstbestimmteres Leben. Sie entscheiden selbst, wer Sie sind und wie sie sich gegenüber anderen verhalten.

Wenn Sie merken, dass Sie z.B. oft aggressiv oder depressiv sind, ist das noch kein Weltuntergang. Geben Sie sich Zeit. Natürlich ist es nicht immer einfach, eigene Verhaltensmuster zu ändern. Aber wenn Sie dabei an das FiftyFifty-Prinzip denken, wissen Sie wenigstens, wo Sie stehen und wohin Sie wollen. Dahin zu gehen ist selbstverständlich eine andere Herausforderung und bleibt Ihnen überlassen.

Übrigens: Kein Mensch kann sein Verhalten exakt in Zahlen fassen, wie z.B. 60 – 40. Diese Zahlen sollen lediglich als Orientierungshilfe dienen. Verlassen Sie sich einfach auf ihr Bauchgefühl.

Comments
2 Responses to “Das Prinzip”
  1. Robbin sagt:

    Hey, echt geiler Text. Vieles davon ist mir in letzter Zeit auch klar geworden 😉

  2. DSZ sagt:

    Hätte von mir sein können. Weiter so!

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