Beziehungen

Liebe ist Gefühlsache. Es schadet aber nicht, auch ab und zu den Verstand einzuschalten. Wenn Sie verstanden haben, warum Ihre Beziehung in die Brüche ging, können Sie besser damit umgehen und erholen sich schneller davon. Zudem können Sie mehr aus jeder Beziehung machen, auch aus Freundschaften.

Die Liebe würfelt nicht. Es ist kein Zufall, mit wem Sie zusammenkommen. Sie werden stets einen Partner oder eine Partnerin finden, die Sie ergänzt. Introvertierte Menschen neigen z.B. dazu, auf extrovertierte Menschen zu stehen. Chaoten auf Menschen, die ihr Leben klar strukturieren. Das ist eine Riesenchance für beide, die nur allzu oft vergeben wird.

Leider bleiben oft beide Partner beharrlich auf ihrer Position stehen. Sie sind nicht bereit, voneinander zu lernen. Sie kritisieren ihre Partner, anstatt auf sie zuzugehen. Das führt zu sinnlosen Streitereien. Wenn Sie sich das nächste Mal streiten, halten Sie kurz inne und versuchen Sie, sich die Perspektive Ihres Gegenübers einmal vorzustellen. Konflikte sind unvermeidbar. Unterschiedliche Kulturen führen auch erst Krieg, bevor sie merken, dass sie voneinander lernen können. Wenn Sie erst einmal verstanden haben, dass kein Mensch perfekt ist und jeder seine Stärken und Schwächen hat, können Sie mit Menschen viel besser umgehen und ihre eigenen sowie die Bedürfnisse der anderen besser einschätzen. Niemand ist allwissend. Jeder Mensch kann dazulernen.

Ein Chaot kann von seiner gut organisierten Partnerin lernen, sein Leben besser zu strukturieren. Sie kann von ihm lernen, kreativer zu sein und über den Tellerrand zu schauen. Lernen Sie von Ihrem Gegenüber. Das geht am besten, wenn Ihr Gegenüber auch bereit ist, von Ihnen zu lernen. Falls das nicht der Fall ist, ist die Beziehung futsch. Dann können Sie sich aber wenigstens damit trösten, dass Sie eine Zeit lang gelernt haben, während Ihr Partner oder Ihre Partnerin wahrscheinlich genau das verpasst hat.

In jeder Liebesbeziehung kann es, unter anderem selbstverständlich, darum gehen, sich zusammen an der gemeinsamen Mitte zu orientieren. Natürlich bleiben beide Partner auf ihrer Seite. Es ist nicht nötig und sogar ungesund, wenn Sie das Gefühl haben, Sie müssten so wie Ihr Partner werden. Begehen Sie keinen Selbstverrat! Aber gehen Sie auf Ihren Partner zu. Die Beziehung wird dadurch schöner und interessanter und Sie lernen als Mensch enorm viel dazu. Das ist eine Riesenchance. Verschenken Sie sie nicht.

Wann funktioniert eine Beziehung? Wann stimmt die Chemie? Wenn zwei Menschen zusammenkommen, übernimmt meist ein Partner die Führung, der oder die andere nimmt eine Art Beraterrolle ein. Schon die Indianer kannten den Häuptling (Anführer) und den Schamanen (Berater). Bei Schwulen und Lesbischen Paaren zeigt sich schön, dass auch Frauen führen und Männer beraten können. Bei Heterosexuellen Paaren ist meist der Mann der Anführer, die Frau die Beraterin. Aber nicht immer. Die Rollen können auch getauscht werden.

Wenn zwei Menschen eine Beziehung eingehen, die beide führen möchten, führt das meist zu Streitigkeiten und funktioniert schlecht. Wenn beide beraten wollen, kommt es meist gar nicht zu einer Beziehung. Wie gesagt ist Liebe Gefühlssache, aber es gibt auch hier einige Regeln, die man nicht einfach umgehen kann. Der Anführer sollte auf  die Beraterin hören, sie sollte sich von ihm führen lassen. Wenn er nicht zuhört oder sie seine Führung nicht akzeptiert, läuft’s nicht rund in der Beziehung. Natürlich sind die Positionen nicht absolut. Auch der Berater kann einmal führen, auch die Anführerin kann einmal beraten.

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